Lean and agile Management

Was sind eurer Meinung nach Trends die die Unternehmensumwelt verändern?

Quelle: Weinreich, U., Lean Digitization, 2016, S. 6

VUCA

  • Volatilität = Unbeständigkeit
  • Uncertainty = Unsicherheit
  • Complexity = Komplexität
  • Ambiguity = Mehrdeutigkeit

Vernetzung – Digitale Technologien und Computer sind nicht neu. Wenn über die rasanten Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft gesprochen wird, sind damit in vielen Fällen nicht Computer, sondern die Wirkungen des Internets gemeint

Entgrenzung – Durch die Vernetzung werden physische, regionale, Branchen-, Unternehmensgrenzen und zeitliche Einschränkungen unbedeutender

Beschleunigung – Exponentielles Technologiewachstum und globale Märkte mit einer Vielzahl an Akteuren beschleunigen Innovations- und Produktzyklen

Veränderte Beziehungsstrukturen – Informationen werden transparenter,
Beziehungen entwickeln sich multilateral und Vertrauen wird zu einem
zentralen Faktor

Entflechtung der digitalen von der physischen Leistung – Wesentliche Teile der Leistungserbringung (Produkt oder Service) wandern in den virtuelldigitalen Raum

Kapital ist nicht mehr die entscheidende knappe Ressource – Wissen und Innovationsfähigkeit werden wichtiger

Die Begriffe Lean Thinking und Lean Management

1990 : „The machine that changed the world“ von Womack et al.

Der Kern des Lean Managements ist die Konzentration auf Wertschöpfung für Kunden und die Vermeidung von Verschwendung.
‚lean‘ = ‚schlank‘ (aber Vorsicht: es geht nicht nur um REDUZIERUNG)

Kernpunkte Lean Management

  • Nähe zum und Wertschöpfung für den Kunden
    • Dazu zählen die Definition von Wertschöpfung aus Kundensicht mit Wertstromoptimierung und die Einführung des Pull-Prinzips in der Prozessorganisation.
  • Vermeidung von Verschwendung
    • Jede Aktivität, die keinen Wert für Kunden schafft, wird als Verschwendung betrachtet.
  • Fehlerkultur
    • Lean Management ist auf das Erreichen von Perfektion angelegt und verfolgt einen Null-Fehler-Ansatz. Der große Verdienst ist, dass die Existenz von Fehlern nicht einfach negiert oder verboten wurde. Es wird anerkannt, dass Fehler passieren, die dauerhaft zu beseitigen sind.
  • Visualisieren und greifbar machen
    • Es sind zahlreiche Methoden entwickelt worden, die Arbeitsprozesse sichtbarer machen, so z. B. der Plan-Do-Check-Act-Zirkel (PDCA), Shadow Boards, unterschiedliche Visualisierungen von Messwerten und Reports. Die größte Verbreitung haben Key Performance Indicators (KPI) und Kanban-Boards (Visualisierung der Arbeitsfortschritte) erfahren.
  • Gegenständlichkeit
    • Während sich Management in der westlichen Hemisphäre oft dadurch auszeichnete, dass es möglich abstrakt und fern der realen Prozesse stattfand, ist im Lean Management die Verbindung zum Gegenständlichen, zu den Prozessen, Geräten und Produkten wichtig.
  • Teamarbeit
    • Auch für die Organisation von Teamarbeit hat Lean Management wichtige Grundlagen geschaffen, indem Arbeitsabläufe neu strukturiert und insbesondere visuelle Kommunikationsmittel geschaffen wurden, die Abstimmungen erleichtern.

Weitere Begriffe zur Einordnung

Lean Digitization
Lean Digitization beschreibt den Managementprozess, der unter Nutzung agiler Methoden ein Unternehmen in die digitale Zukunft führt, sei es durch
Digitalisierung von Prozessen, digitaler Interaktion mit Kunden, Partnern und Mitarbeitern oder der Entwicklung und Vermarktung digitaler Services oder Produkte.

Lean Digitization ist keine Methode, sondern ein Managementansatz, der
verschiedene agile Herangehensweisen mit der Entwicklung einer
Gesamtstrategie verbindet.

2006 erschien Steve Blanks Buch ‚The Four Steps to the Epiphany‘ (Blank 2006). Darin erläutert er einen agilen Weg, ein Geschäftsmodell zu entwickeln und ein Unternehmen zu gründen. Es war der Startpunkt der Lean-Startup-Bewegung. 2011 macht Eric Ries das Konzept mit seinem Buch „The Lean Startup“ (Ries 2011) weltweit bekannt

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